Lehre





Fach Mathematische Psychologie

Fach “Mathematische Psychologie” Hauptstudium Diplomstudiengang
Studienverlauf ab SoSe 2008

In diesem Fach müssen jeweils ein Schein in jedem der folgenden Seminare erworben werden:

  • Seminar „Multinomiale Verarbeitungsbaummodelle“, SoSe 2009, SoSe 2010
    Nach dem SoSe 2010 wird es eine Äquivalenzregelung mit einer Veranstaltung des Master-Studienganges geben.
  • Seminar „Formale Modelle in der Gedächtnispsychologie“, WiSe 2009/10
    Nach dem WiSe 2009/10 wird es eine Äquivalenzregelung mit einer Veranstaltung des Master-Studienganges geben.
  • Vorlesung Mathematische Psychologie, WiSe 2009/10
Prüfungsstoff:
Die Inhalte der drei obigen Veranstaltungen.



Seminarankündigung Sommersemester 2009
Seminar in Mathematischer Psychologie: Multinomiale Verarbeitungsbaummodelle
Donnerstags 9–11 (c.t.), Raum 23.03.U1.65
Erster Termin: 16.4. 2009
Seminarleiterin: Prof. Ute J. Bayen, Ph.D.

Multinomiale Verarbeitungsbaummodelle (MPT Modelle) sind eine Familie formaler Modelle, die es erlauben, psychologische Prozesse zu messen und zu trennen, die nicht der direkten Beobachtung zugänglich sind. Sie erfreuen sich vor allem in der Kognitionspsychologie grosser Beliebtheit, finden aber auch in anderen Bereichen wie etwa der Diagnostischen Psychologie und der Klinischen Psychologie Anwendung. An unserem Institut finden MBT Modelle in den Forschungsarbeiten mehrerer Abteilungen Anwendung. Nach einer Einführung werden im Seminar exemplarisch MBT Modelle des Quellengedächtnisses, des impliziten Gedächtnisses, des prospektiven Gedächtnisses und des Rückschaufehlers diskutiert. Die modellbasierte computerunterstützte Datenauswertung wird vorgeführt und geübt. Es sind keine mathematischen Vorkenntnisse erforderlich, die über einfache Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnung (wie vermittelt in der Grundstudiumsveranstaltung Quantitative Methoden I) hinausgehen. Der Fokus der Veranstaltung liegt nicht auf mathematischen Details, sondern auf dem konzeptuellen Verständnis der Modelle und ihrer Anwendung.

Scheinvoraussetzungen: Es kann ein Schein im Fach Mathematische Psychologie erworben werden. Scheinvoraussetzungen sind das Lesen von etwa acht englischsprachigen Zeitschriftenartikeln und die darauf basierende aktive Diskussionsteilnahme.

Das Seminar richtet sich an Studierende des Hauptstudiums. Studierende des Bachelor-Studienganges sind nach Absprache willkommen. Der Inhalt der Veranstaltung ist Prüfungsstoff im Fach Mathematische Psychologie. Für Studierende, die eventuell ihre Diplomarbeit in der Abteilung Mathematische und Kognitive Psychologie schreiben möchten, wird die Veranstaltung sehr empfohlen. Auch in einigen anderen Abteilungen des Instituts wird mit MPT-Modellen gearbeitet.

Sollten Sie Interesse haben, an diesem Seminar teilzunehmen, bitte geben Sie Prof. Bayen Bescheid. Das erleichtert die Planung des Seminars. Sie können sich mit Fragen auch gerne an Prof. Bayen wenden unter ubayen at uni-duesseldorf.de



Seminarankündigung Wintersemester 2009/10
Seminar in Mathematischer Psychologie: Formale Modelle in der Gedächtnispsychologie
Seminarleiterin: Prof. Ute J. Bayen, Ph.D.


Welcher Art Prozesse sind dafür verantwortlich, dass ich Informationen aus dem Gedächtnis abrufen kann? Warum kann manchmal eine gesuchte Information nicht aus dem Gedächtnis abgerufen werden? Formale mathematische Modelle erfreuen sich grosser Beliebtheit in der Gedächtnispsychologie. Sie können häufig Gedächtnisleistung und Gedächtnisprobleme viel präziser und besser erklären als verbale Modelle und herkömmliche statistische Verfahren. In der aktuellen Literatur zur Gedächtnispsychologie gibt es heftige Debatten bzgl. der Form formaler Modelle, welche Gedächtnisprozesse am besten abbilden. Wir werden auch über Modelle des Zusammenhangs von Gedächtnis und Entscheidungen sprechen.

Es sind keine mathematischen Vorkenntnisse erforderlich, die über die Mathematik der 11. Klasse und Wahrscheinlichkeitsrechnung (wie vermittelt in der Grundstudiumsveranstaltung Quantitative Methoden I) hinausgehen. Der Fokus der Veranstaltung liegt nicht auf mathematischen Details, sondern auf dem konzeptuellen Verständnis der Modelle und ihrer Anwendung.

Scheinvoraussetzungen: Es kann ein Schein im Fach Mathematische Psychologie erworben werden. Scheinvoraussetzungen sind

  • das Lesen von etwa fünf englischsprachigen Zeitschriftenartikeln (über das Semester verteilt) und die darauf basierende aktive Diskussionsteilnahme.
  • ein kleines Referat von etwa 20 min. Dauer. Die Veranstaltungsleiterin gibt gerne Hilfe bei der Vorbereitung des Referats. Eine schriftliche Ausarbeitung des Referates ist nicht erforderlich.
Das Seminar richtet sich in erster Linie an Studierende des Hauptstudiums. Der Inhalt der Veranstaltung ist Prüfungsstoff im Fach Mathematische Psychologie. Interessierte Studierende im Grundstudium sind in Absprache mit der Seminarleiterin willkommen. Der begleitende Besuch der Vorlesung Mathematische Psychologie wird empfohlen. Der Besuch der Vorlesung wird das Verständnis der Seminarlektüre erleichtern. Der Besuch der Vorlesung ist aber für Teilnehmer des Seminars nicht verpflichtend. Sie können sich mit Fragen gerne an Prof. Bayen wenden Mail senden




Vorlesungsankündigung Wintersemester 2009/10
Vorlesung Mathematische Psychologie
Prof. Ute J. Bayen, Ph.D.


Warum ist es sinnvoll, psychologische Theorien als mathematische Formeln darzustellen? Welchen Beitrag können Sie leisten zur Erklärung des Verhaltens und Erlebens des Menschen? Welche formalen Modelle kognitiver und sozial-kognitiver Prozesse gibt es (z.B. Gedächtnis, Entscheidung, Vorurteile)? Welche Vorteile haben Sie? Wie lassen sie sich vergleichen? Auf welchen Annahmen basieren sie? Wie können formale Modelle kognitiver Prozesse in der klinischen Psychologie, der Entwicklungspsychologie und der Alternsforschung Anwendung finden? Diese und andere Fragen werden in der Vorlesung behandelt.

Die Vorlesung hat inhaltliche Überschneidungen mit den beiden Seminaren in Mathematischer Psychologie („Multinomiale Verarbeitungsbaummodelle“ und „Formale Modelle in der Gedächtnispsychologie“). Die Vorlesung bietet teilweise die Inhalte der Seminarlektüre in komprimierter Form dar. Das heisst die Lektüre der Seminarartikel wird nach Hören der Vorlesung leichter fallen. Die Vorlesung eignet sich daher hervorragend

  • zur Begleitung des Seminars „Formale Modelle der Gedächtnispsychologie“, welches im Wintersemester angeboten wird.
  • zur Vorbereitung des Seminars „Multinomiale Verarbeitungsbaummodelle“, welches im Sommersemester wieder angeboten wird.
  • zur Prüfungsvorbereitung im Fach Mathematische Psychologie.
Es sind keine mathematischen Vorkenntnisse erforderlich, die über die Mathematik der 10. Klasse und Wahrscheinlichkeitsrechnung (wie vermittelt in der Grundstudiumsveranstaltung Quantitative Methoden I) hinausgehen. Der Fokus der Vorlesung liegt nicht auf mathematischen Details, sondern auf dem konzeptuellen Verständnis der Modelle.

Sie können sich mit Fragen gerne an Prof. Bayen wenden Mail senden






Fach Planung und Auswertung klinischer Untersuchungen

Fach “Planung und Auswertung klinischer Untersuchungen” Hauptstudium Diplomstudiengang
Studienverlauf ab SoSe 2008

In diesem Fach müssen 2 Scheine erworben werden:

  • „Computergestützte Datenanalyse“ (SPSS), SoSe 2009 (Dr. Czernochowski)
    Scheinkriterien: aktive Mitarbeit und Hausarbeit
    Nach dem SoSe 2009 wird es eine Äquivalenzregelung geben (Seminar zu computergestützten Forschungsmethoden aus einem der neuen Studiengänge)
  • „Fortgeschrittene Quantitative Methoden“ (multivariate Verfahren, formale Modellierung) (per Äquivalenzregelung aus dem Master-Studiengang), WiSe 2010/11
    Scheinkriterium: Hausarbeit oder Klausur
Prüfungsrelevant ist ausserdem die Vorlesung „Evaluationsforschung“ WiSe 2009/10 (danach voraussichtlich SoSe 2011, SoSe 2012 usw.)

Prüfungsstoff:
Die Inhalte der drei obigen Veranstaltungen.



Vorlesungsankündigung Wintersemester 2009/10
Vorlesung Planung und Auswertung klinischer Untersuchungen: Evaluationsstudien
Prof. Ute J. Bayen, Ph.D.


Wie plane ich eine Studie zur Effektivität einer bestimmten Psychotherapie? Wie führe ich eine Studie durch, um festzustellen, ob eine Rehabilitationsklinik ihre Ziele erreicht? Welcher Bedarf für gemeindepsychiatrische Angebote besteht in unserem Stadtteil? Welche Komponenten sollte unser Programm für depressive Klienten haben?
Evaluationsforschung befasst sich mit solchen und weiteren Fragen. Um Bedarf, Wirksamkeit, Wirkmechanismen, Nutzen und Kosten psychologischer (und anderer) Maßnahmen festzustellen, ist Evaluationsforschung nötig. Psychologen mit Kenntnissen in Evaluationsforschung sind in der Praxis sehr gefragt, denn bei jedem Programm stellt sich die Frage nach Wirksamkeit und Kosteneffizienz. Evaluationsforschung ist in der klinischen Psychologie wichtig, wie auch in der Pädagogischen Psychologie, der Arbeits- und Organisationspsychologie, der Marktpsychologie und anderen Praxisfeldern. Themen der Vorlesung sind Programmevaluation, Bedarfsanalyse, Designs in der Evaluationsforschung, Programmtheorie, Prozessevaluation, Ergebnisevaluation, Kosten-Nutzen Analyse, politischer und sozialer Kontext von Evaluation.
Die Vorlesung richtet sich an Studierende des Hauptstudiums. Interessierte Studierende des Grundstudiums sind ebenfalls willkommen.
Die Vorlesung ist prüfungsrelevant für das Studienfach „Planung und Auswertung klinischer Untersuchungen“.




    Freitag, 10. 02. 2012


Adresse

 

Mathematische und Kognitive Psychologie

Institut für Experimentelle Psychologie

Heinrich-Heine-Universität
Gebäude 23.02
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

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Letzte Änderung: 06.11.2009, 07:38
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